Watch your step! Linksverkehr als Spaßbremse

Ich bin in London. Und ich bin noch am Leben. Was aber nur ziemlich knapp noch so ist. Denn auch wenn ich vorher sogar aufgeschrieben hatte: Vorsicht, die fahren da auf der falschen Straßenseite, hab ich daraus scheinbar die falschen Schlüsse gezogen.

Jedenfalls war’s knapp heute. Das nächste Mal schaue ich vorher hier nach, wie ich mich gegen meine eigene Dummheit versichern sollte. Denn bei meiner Krankenkasse bin ich zwar europaweit gut versichert. Aber ich denke, die zahlen nicht unbedingt für die falsche Blickrichtung. Oder einfach stumpf für Blödheit.

autoverkehr in london city

Und das ist noch wenig Verkehr. Achtet unbedingt darauf erst nach rechts zu schauen. Sonst hilft keine Versicherung mehr. Die fahren nicht unbedingt Touristenfreundlich. Die fahren halt einfach Auto

Vorher gucken!

Als ich gestern das erste Mal durch Londons Straßen gewandert bin, hat es irgendwie noch ganz gut geklappt. Vielleicht war ich einfach doppelt vorsichtig. Es war eine lange Anreise, und da ich ohnehin die ganze Zeit auf das Navi des Smartphones gestarrt habe, war ich eben langsamer unterwegs.
Heute hab ich mir eingebildet, daß ich den Weg ja kenne. Deswegen hatte ich mein typisches Hannover Tempo drauf. Und die normale Blickrichtung. Und die geht bei uns nunmal: links, rechts, links. Und dann erst auf die Straße. Theoretisch.
Auch in Hannover stehe ich ja beim Blicken schon halb auf der Straße.
Da geht das. Hier war’s eine doofe Idee.

Quietschende Autoreifen klingen auf der ganzen Welt gleich. Vorausgesetzt der Straßenbelag ist aus Teer. Das Geräusch kenne ich und bin soweit konditioniert, daß ich das jetzt mal als meine eigene Versicherung bezeichne. (Trotzdem gibts bei der nächsten Reise in ein Land mit komischen Verkehrsregeln ganz sicher eine passende Reiseversicherung. Sicher ist sicher!)
Vorher gucken versuche ich mir für Morgen mal vorzunehmen.

Auch in London geht unfreundlich

Bis zum quietschenden Reifen hätte ich ohne zu zögern geschrieben: Die sind hier total freundlich. Alle! Ohne Ausnahme! Ist natürlich nirgendwo auf der Welt so. Aber die Londoner kann ich wirklich bisher als ein freundliches Völkchen bezeichnen.
Doof finden die bisher nur Idioten. Die einfach auf die Straße rennen, ohne nach rechts zu blicken.
Da geht dann auch in London mal unfreundlich. Das ist dann hier doch die Ausnahme.
Ihr könnt ja auf dem Foto sehen, daß in London auf den Straßen nicht unbedingt wenig los ist. So war es von früh bis Abends, als ich zurückgegangen bin.

Es ist eben etwas anderes, ob ich in Hannover mit seinen überschaubaren 500000 Einwohnern, oder hier in London mit etwa 17 mal so vielen Menschen die Straße überqueren möchte.
Der erste Autofahrer von dem ich mich beinahe habe überfahren lassen war total angenervt. Auch wenn ihm das sicherlich täglich passieren dürfte. Schließlich fährt ja fast die ganze Welt auf der richtigen Straßenseite. Und die scheinen alle zur Zeit hier zu sein. Zu Besuch. Als Touristen. Hoffentlich mit Versicherung.

symetrisch angeordnete autos in london

Bei all den Autos könnt ihr aber auch eine schöne Symetrie bewundern. Obwohl es jetzt extrem lange gedauert hat, bevor die Autos sich so nett hingestellt hatten und grad kein Gegenverkehr unterwegs war

Spaßbremse Linksverkehr?

Nix da! Ich lass mir meinen Spaß doch nicht vom Linksverkehr nehmen. Ich habe nach den beiden Beinahe Kollisionen brav die Ampeln benutzt. Sofern die denn irgendwann auf Grün geschaltet haben. Das scheinen die auch nicht immer zu machen. 3-4 Minuten mit einer roten Ampel zu verbringen, obwohl die Autos nicht fahren, daß ist schon eine Herausforderung. Da möcht ich schon über die Straße. Rechts, links, rechts. Wenn ich das heute und Morgen noch brav übe, dann schaffe ich es vielleicht am Wochenende, ohne mich in Lebensgefahr zu begeben.

Ich halte euch auf dem Laufenden. Oder: Wenn hier lange Zeit nichts mehr gepostet wurde, dann hab ichs wohl nicht mehr gelernt. 🙂

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