La Réunion Reiseexperte 2015 – Na, da kanns ja auch mal losgehen.

Man soll sich ja immer mal wieder beruflich weiterbilden und das hab ich mal gemacht.
Ich darf mich seit gestern stolz Insel La Réunion Experte 2015 nennen und kenn mich jetzt unglaublich gut auf der Insel aus. (Das Jahr neigt sich dem Ende zu und ich hoffe, daß mein Wissen auch 2016 noch ausreicht.)
Besucht habe ich die Insel allerdings noch nie, ich hab mich einfach mal schlaugelesen mit Hilfe des Fremdenverkehrsamts der französichen Insel La Réunion im Indischen Ozean.
Und jetzt, so finde ich, ist der ideale Zeitpunkt, um sich langsam mal in die Urlaubsplanung für das Jahr 2016 zu stützen.

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Denn selbstverständlich habe ich diese Fortbildung nicht ohne Grund gemacht.
Beim Stöbern und recherchieren ist mir die Insel so nach und nach immer weiter ins Bewusstsein gekrochen und nun kann man es mal ganz klar sagen: Da liegt sie jetzt und sie will nicht weg.
Leise schreit sie: Komm zu mir. Sieh mich an!
Und, puh, wer will denn jetzt bitte schön dagegen ankämpfen?
Habt ihr schon einmal Bilder von La Réunion gesehen?
Habt ihr schonmal mit eurem Sohn die Folge Was ist Was Vulkane geschaut?
Die wilde, rotgelb glühende Lava bewundert und euch gedacht: Da möchte ich unbedingt mal stehen.
Jedenfalls wenn es so ungefährlich wie möglich ist.
Und – ich bin ja Insel-La-Réunion Experte – diese Insel ist für einen Vulkanbesuch absolut top geeignet.

Denn zum Einen gibt es auf der Insel mit dem Piton de Neiges einen etwas über 3000 Meter hohen Vulkan der längst erloschen ist und den man wunderbar besteigen kann und zum Anderen zündelt auf der Insel einer der aktivsten Vulkan der Erde, der Piton de la Fournaise.
Und das Gute daran: Der ist so wunderbar ungefährlich, daß man sehr nahe herangehen kann an die Lava.
Der Piton de la Fournaise bricht nicht einfach aus und schleudert unkontrolliert Gas oder Lava in die Höhe. Nein, er macht das alles gaaaanz gemächlich.
(Als kleiner Sicherheitshinweis: Trotzdem sind die Zugänge zeitweise mal gesperrt, denn Lava bleibt Lava und ein Vulkan bleibt immer noch ein Vulkan.)
Genau diese Besonderheit hat natürlich dafür gesorgt, das die Insel bei zahlreichen Touristen gut ankommt.

la reunion insel urlaub im paradies

Ich träume grade ein wenig vom Strand irgendwo auf La Reunion

Aber sie hat noch sehr viel mehr zu bieten und ist vor allen Dingen eine Insel, die eher einen Aktivurlaub erfordert als faules am Strand liegen.
Und das kommt mir persönlich ja sehr gelegen.
Ich hab ja nichts gegen Strand, aber eine kleine Mountainbiketour bei 30 Grad im Schatten erscheint mir hier spannender.
Oder mal eine Runde auf einem genauso altersschwachen Gaul wie ich einer bin?
In bezaubernder Landschaft, direkt am Fuße eines (rauchenden) Vulkans, blauer Himmel über uns und vor unser beider Schnuten baumelt eine Möhre?
Naja, so oder ähnlich sollte es schon sein.
Solch waghalsigen Kram wie Hubschrauberrundflug, Paragliding oder ein Rundflug im Propellerflugzeug muss jetzt nicht unbedingt sein, dazu ist die Sache mit meiner Schwindelfreiheit noch nicht gut genug abgeklärt. (Siehe auch den Artikel rund um das Thema Höhe und Geschwindigkeit)

Aber da sind ja noch die Berghütten, es gilt die kreolische Kultur kennenzulernen, die Ostküste der Insel mit ihrem eher rauhen Klima zu sehen und natürlich im Indischen Ozean den Kopf unter Wasser zu stecken.
Auch wenn dort wohl der eine oder andere Hai zu sehen ist und es zur Zeit grade eine Art Badestopp gibt.
An vielen Stellen soll man nicht ohne Genehmigung ins Wasser gehen.
Dabei hatte ich aus Wo ist Nemo doch gelernt, daß die voll die Kumpels sind? Fleischfrei und so?
Naja, Filme spiegeln wohl doch nicht unbedingt die Realität wider.
Und deswegen: Ab in die Planungsphase.

La Reunion ist eine Insel die ungefähr so „groß“ wie Luxemburg ist.
Wahrend Luxemburg ja eher als Steuerparadies bekannt ist, ist das französische Übersee-Department (mit eigener Hauptstadt: Saint-Denis) eher ein Paradies für Wanderer. Outdoorfreaks, Paraglider, Lavafans, aber auch Strandtouristen (Der Strand von Anse soll atemberaubend schön sein!)
Es gibt mittlerweile ein paar 5-Sterne Hotels, auch 4-Sterne Herbergen sind vertreten.
Will man also etwas besser unterkommen ist das dort auch kein Problem.
Der Großteil der Hotels hat dann aber 3 Sterne. Hinzu kommen noch die Villages Créoles – 16 Dörfer verteilt auf der gesamten Insel, die nachhaltig orientiert sind und die sich einem moderneren, ökologischereren Tourismus verschrieben haben. Auch die machen einen Urlaub sehr interessant.

strandurlaub auf la reunion geniessen

Ein bißchen Kieselsteine schubsen irgendwo auf La Reunion? Mach ich sofort!

Da La Reunion zu Europa gehört kann man mit tollen Straßen rechnen, die Preise für Mietwagen sind absolut in Ordnung, es gibt Busverkehr der bis Abends fährt. Es wird allerdings trotzdem empfohlen sich einen Mietwagen zu nehmen. (Ob die Empfehlung von den Mietwagenfirmen kommt ist mir nicht bekannt.)
Nach meinen Planungen benötigt man mindestens 10 Tage auf der Insel, um von allen Landschaften einen Eindruck zu gewinnen. Besser sind aber 12 Tage, denn dann hat man etwa 3 Tage pro Ecke.
Wobei es vermutlich 6 im Westen, 3 in der Mitte der Insel und 3 an der Ostküste werden.
(An der Formulierung könnt ihr schon ablesen, daß die Planung – zumindest gedanklich – schon recht weit fortgeschritten sind)
Der beste Reisezeitraum liegt zwischen April und September, es sei denn man mag es wirklich richtig heiß. Bezogen ist dieser Zeitraum jetzt auf das Thema Wandern. Denn eigentlich ist es auf der Insel das ganze Jahr über warm, aber grade von Januar bis März kann es ziemlich nass von oben werden, denn alleine in diesen 3 Monaten fallen im Schnitt 800 mm Regen vom himmel. (Zum Vergleich: In diesem Zeitraum ist es in Deutschland verhältnismäßig trocken und es fallen nur um die 200 mm Regen!)
Kein Grund aber nicht dort hinzufahren, denn es regnet kurz und kräftig und danach scheint wieder die Sonne.

Da das ganze Jahr über sommerliche Temperaturen herrschen, selbst wenn offiziell Winter ist, sollte man sich immer etwas auf den Kopf setzen und die Sonnencreme nicht vergessen. Die kann man auch vor Ort kaufen, das dürfte aber etwas teurer sein, denn all solche Sachen müssen natürlich auf dem Luft- oder Seeweg auf die Insel importiert werden. Das treibt die Preise in die Höhe.
Insgesamt sollen die Preise aber nicht zu hoch sein, da gibt es sicherlich andere Touristenregionen in Europa wo man eher mit leerer Brieftasche aus dem Urlaub zurückkommt.

Was übrigens bei Reiseberichten und Tipps immer wieder geschrieben wird: Ein Urlaub auf La Reunion erfordert einiges an Vorausplanung. So unvorbereitet auf der Insel Urlaub zu machen ist sicherlich in Ordnung, aber die Gefahr ist groß, daß man dann doch vor Ort nicht mehr genügend planen kann und viele schöne Orte verpasst.
In den nächsten Wochen und Monaten könnten hier auf fortgefahren.tv durchaus immer wieder mal solche Tipps gebündelt auftauchen. Schließlich möchte ich nicht zurückkommen und habe die Hälfte nicht gesehen.
Das Fremdenverkehrsamt der Insel La Réunion ist übrigens ebenfalls eine ziemlich gute Informationsquelle, wenn ihr euch im Vorfeld schon über das Reiseziel informieren möchtet.
Ich stürze mich jetzt mal wieder ins Planungsabenteuer.

2 KommentareKommentar hinterlassen

  • Hi, wir waren schon zweimal auf La reunion, viele gute Reisetips gibt es bei Brigitte Monat, wir haben uns total in diese Insel verliebt. Für wanderbegeisterte Menschen ist es dort ein Paradies, aber auch schnorcheln oder einfach nur am Strand sein ist schön. Am meisten hat mich begeistert die Lebenseinstellung der Reunionesen, sie ist anders als die Mentalität der Festlandfranzosen, sie ist einfach absolut rassismusfrei und sehr herzlich, eine echte Erholung zu der gerade herrschenden Meinung vieler hier bei uns. Diese Insel wird uns auf jeden Fall wiedersehen.

    • Hallo.
      Danke für den Tipp. Frau Monat habe ich hier auch schon auf dem Zettel, schließlich soll es ja wirklich auch für mich schnellstmöglich auf die Insel gehen. Ich will auf den Vulkan, ich will wandern, Mountainbike fahren und selbstverständlich in den Helikopter. 🙂
      Und die Lebenseinstellung der Bewohner, die kulturellen Highlights möchte ich auch erleben.

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