Guter Kaffee in Berlin – 2 von 3 Empfehlungen am Prenzlauer Berg

Eigentlich heißt die Kategorie hier ja Der beste Kaffee der Stadt. Aber mal ehrlich: Ich bin nur für kurze Zeit hier in Berlin und das ist eine verdammt große Stadt.
Außerdem gilt Berlin als Zentrum der deutschen 3rd Wave Kaffeebewegung und dementsprechend viele 3rd Wave mäßige Cafes gibt es hier also zu testen.
Deswegen habe ich mich heute bei meinem Test einfach mal auf den Prenzlauer Berg beschränkt. Und selbst da habe ich nicht jede Bohne in mich reingeschüttet, sondern nur 5 Cafes geschafft.
Nur von 3 davon berichte ich hier mal, die anderen beiden lass ich einfach unerwähnt.

Angefangen habe ich im No Fire No Glory in der Rykestrasse 45, einer Paralellstraße zur Prenzlauer Allee. Da gibts auch eine passende S-Bahn Station von der aus ihr alle 3 hier genannten Cafes mit einem kleinen Spaziergang erreichen könnt.
Es gibt ganz sicher auch Straßenbahnhaltestellen die dichter dranliegen, aber hier herrschte heute spätsommerliche Hitze, da tat ein Spaziergang mal ganz gut.

Das No Fire No Glory hatte sicher nur einen schlechten Tag

Eine richtig dicke Maschine, aber der Kaffee muss mich beim nächsten Mal noch richtig überzeugen

Eine richtig dicke Maschine, aber der Kaffee muss mich beim nächsten Mal noch richtig überzeugen

Das No Fire No Glory hat einen Außensitzbereich, der heute auch gut gefüllt war. Innen herrschte reges Treiben, allerdings eher hinterm Tresen. Da schien das gesamte Personal grade eine Versammlung abzuhalten, ohne allerdings die Göste aus den Augen zu verlieren. Es wurde ziemlich viel Englisch gesprochen, wie auch später noch in einem Cafe ein paar Straßen weiter. Aber dazu komme ich noch.
Der Laden ist schick eingerichtet, die Maschine sieht beeindruckend rieseig aus und da könnte man einen leckeren Kaffee erwarten.
Doch diese Erwartung wurde enttäuscht.
Zu milchig und der Kaffee selber war mir zu unauffällig. Handwarm, gute Crema und schön lockerer Milchschaum, aber eben ein zu unauffälliger Geschmack.
Vielleicht habe ich aber auch nur Pech gehabt, denn immer wieder taucht das No Fire No Glory ja in den Bestenlisten auf.
Am Ambiente liegts nicht, am Service auch nicht und es war der erste Kaffee des Tages. Da bin ich normalerweise so entzügig, daß er auch mal etwas weniger kritisch getrunken wird.
Das nächste Mal wenn ich in Berlin bin werd ichs nochmal probieren, für heute ist es aber keine persönliche Empfehlung.

Das No Fire No Glory im Netz:
http://www.nofirenoglory.de/
https://www.facebook.com/WELOVECOFFEE/

Etwas enttäuscht und ängstlich habe ich mir dann per Smartphone den Weg zum nächsten Cafe gesucht und das Beste gehofft.

bonaza coffee heroes in berlin

Die Bonanza Coffee Heroes haben leckeren Kaffee gezaubert, nur der komische Zucker war ein Abenteuer

Die Bonanza Coffee Heroes – irgendwie zuckerfrei

Das Cafe Bonanza Coffee Heroes wird wohl auch Coffee Roasters genannt. Es ist in der Oderberger Straße 35, nahe am Friedrich-Ludwig-Jahn Sportpark und dem Mauerpark. Übrigens eine nette Ecke für einen Spaziergang. Vielleicht ja mit einem Kaffee aus besagtem Cafe.

Bei den Bonanza Coffee Heroes war soviel Betrieb, daß mein Name mit auf den Bestellzettel geschrieben wurde und ich zur Seite gestellt wurde, um dort auf meinen Kaffee zu warten. Das ist dort wohl regelmäßig so und ich muss sagen: Durchaus zurecht.
Auch bei den Coffee Roasters wurde Englisch gesprochen und zwar von der Bestellung bis zur Nachfrage nach dem Zucker.
Grundsätzlich scheint man auch Deutsch zu sprechen, aber flüssiger läuft es in Englisch.
Auch wenn es ziemlich voll war und man auf die Warteliste kam: Das Geschäft scheint nicht gut zu laufen, denn wie ihr an den Fotos sehen könnt reicht es noch nicht einmal für eine Tapete an der Wand.
Das Ambiente: Karg eingerichtet, die Ecken rund ums Thema Kaffee sind dann aber funktional und schick designed. Die Espressomaschine war übrigens auch hier enorm groß, vollmodern und chromblitzend.
Der Kaffee wird selbst geröstet und kann natürlich auch gekauft werden. Das die Preise nicht mit Tchibo und Konsorten vergleichbar sind, sollte hier selbstverständlich klar sein.
Auch wenn ich auf der Warteliste stand und mit langer Wartezeit gerechnet hatte: Es ging ziemlich flott und der Geruch war schon einladend und jetzt nur noch schnell Zucker mit rein, dann wird alles gut.
Die Sache mit dem Zucker: Weißer Zucker ist überhaupt nicht vorhanden, falls ihr darauf steht solltet ihr den selber mitbringen.
Aber auch brauner Zucker scheint Mangelware und stattdessen stand dort etwas, was für mich wie Pulver aussah, ich konnte es nur auf Englisch nicht klären.
Egal, einfach mal in die Tasse geschüttet mit Augenmass und gehofft, daß es sich nicht um irgendein Currypulver oder Zimt handelt (Ist ja bald Weihnachten).
Aber es war tatsächlich irgendetwas was den Kaffee süß gemacht hat.
Der Kaffee konnte vollkommen überzeugen.
Der erste Schluck war heiß genug, leicht bitter, aber eben nicht zu sehr und Crema und Milchschaum waren wunderbar.
Auch hier gibt es einen Außenbereich und da habe ich für einen Augenblick Platz genommen. Der Strom an kaffeehungrigen Besuchern riss nicht ab und immer wieder wurden bekannte und unbekannte Namen auf die Straße gerufen.
Alleine das hat schon ordentlich Charme.

Bonanzacoffee im Netz:
http://bonanzacoffee.de/
https://www.facebook.com/Bonanza-Coffee-204175556361/

Da ich mittlerweile schon 2 starke Kaffee intus hatte habe ich dann in dem besagten Park einen kleinen Spaziergang unternommen, zwischendurch einen kleinen Snack genommen und weiter ging es.

Godshot – Kaffee und eine ganz normale Maschine

Das Godshot in der Immanuelkirchstraße 32 sieht wie ein ganz normales Cafe aus und selbst die Espressomaschine steht völlig unauffällig und bescheiden auf dem Tresen. Der Tresen sieht aus wie selbstgezimmert und das Mobiliar lädt zu einer kleinen Rast ein. Zum Rumlümmeln, Kaffee schlürfen und ein Stück Kuchen genießen.
Kann man da alles machen und der Kaffee ist auch gut. Wenn auch die Milch ein wenig zu heiß war, verglichen mit den anderen Cafes. Einen etwas säuerlichen Geschmack kann ich auch nicht abstreiten, aber nicht so, daß es wirklich stören würde.
Der Außenbereich ist hier etwas kleiner geraten, was aber wohl hauptsächlich daran liegt, daß die Straße einfach nicht mehr hergibt.
Nochmal zum Kaffee: Crema und Milchschaum waren gut. Aber wie geschrieben etwas heißer als gewohnt (Um die 62 Grad wie mir ein Barista verriet, also eigentlich alles im grünen Bereich)
Ich würde dieses Cafe trotzdem empfehlen wenn ihr auf der Suche nach leckerem Kaffee seid.
Im Godshot habe ich übrigens keine Fotos mehr machen können. So ruhig konnte ich die Kamera nicht mehr halten.

Das Godshot im Netz:
https://www.godshot.de/
https://www.facebook.com/godshotberlin/

Keinen besten Kaffee gefunden kann nur heißen: Weitertrinken!

Ich küre einfach mal keinen Gewinner, dazu hatte ich zu wenig Zeit und ich muss einfach nochmal mit gehörigem Kaffeedurst wiederkommen. Bonanza und Godshot kann ich klar empfehlen und dem No Fire No Glory möchte ich beim nächsten Besuch einfach nochmal eine Chance geben. Vielleicht überzeugt der Kaffee dann mehr. Außerdem muss ich eh beim nächsten Mal weitertrinken, denn Berlin hat noch dutzende weitere Cafes der neuen Art.

Alle 3 Cafes haben auch Internetseiten und bei Facebook sind sie logischerweise auch vertreten. (Steht alles jeweils unter den Abschnitten) So könnt ihr euch vorher schon ein Bild machen.
Das Godshot hat übrigens mit dem Coffee Lab in der Gaudystrasse wohl auch noch eine Baristaschule. Falls ihr also aus Berlin kommt oder sehr lange dort seid und gerne mal selber Espresso zaubern lernen möchtet findet ihr Details auf der Homepage von Godshot.

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